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Berlin,

CDU in der Wirklichkeit angekommen?

„Das Signal aus der CDU für ein zweigliedriges Schulsystem stößt im VBE auf ein positives Echo“, betont VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann angesichts der aktuellen Diskussionen im Vorfeld des CDU-Bildungsparteitags im Herbst dieses Jahres. „Wenn auch die CDU anerkennt, dass die Erde keine Scheibe ist, rückt ein Schulfrieden nach Bremer Vorbild in greifbare Nähe. Es ist allemal besser, sich der Wirklichkeit zu stellen statt sich in ideologischen Gräben zu verbarrikadieren“, so Beckmann. „Alle Kinder haben einen Anspruch auf vertiefte Allgemeinbildung. Schubladendenken gehört eingemottet. Für alle Kinder müssen die Bildungswege nach oben offengehalten werden. Die Schule muss zum Schüler passen.“

Der VBE-Bundesvorsitzende weiter: „Der VBE tritt seit langem für eine Sekundarstufe ein, in der Schüler individuell gefordert und gefördert werden, anstatt im Alter von neun Jahren auf der Basis nicht haltbarer Begabungstheorien unterschiedlichen Schulformen zugewiesen zu werden. Die Zeit der Ständeschule ist endgültig abgelaufen.“ Beckmann verweist darauf, dass seit nunmehr zwei Jahrzehnten in östlichen Bundesländern das Zwei-Säulen-Modell den Praxistest bestehe. In den westlichen Bundesländern sei die Abstimmung mit den Füßen gegen die Hauptschule nicht zu stoppen. Der Rückgang der Schülerzahlen verschärfe obendrein das Problem der Kommunen, wohnortnah getrennte Bildungsangebote vorzuhalten. „Wenn jedoch eine Schule neben dem Gymnasium eine dauerhafte Akzeptanz bei den Eltern haben soll, muss in dieser die Option Abitur sichergestellt werden“, unterstreicht Beckmann.