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Berlin, Bildungsfinanzierung

Leistung muss gerecht bezahlt werden

VBE zum Auftakt der Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst der Länder

„Die Einkommensrunde 2011 muss zu einem Einkommensplus der Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder führen“, erklärt VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann anlässlich der heutigen Auftaktrunde zu den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder in Berlin. „Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Schulen erwarten, dass sie von den Arbeitgebern nicht nur als finanztechnische Verhandlungsmasse angesehen werden“, so Beckmann. „Die Sicherung eines qualifizierten Lehrernachwuchses wird nur gelingen, wenn der Lehrerberuf für junge Menschen an Attraktivität gewinnt. Hierzu gehört eine Verbesserung der Wertschätzung von pädagogischen Berufen in der Gesellschaft ebenso wie eine angemessene Bezahlung. Schon jetzt konkurrieren Wirtschaft und öffentlicher Dienst um die Besten. Der Fachkräftemangel wird das Problem noch verschärfen.“

Die Spitzengewerkschaften des öffentlichen Dienstes, dbb Tarifunion und ver.di bekräftigten ihre Forderung nach einer linearen Erhöhung der Einkommen um 50 Euro als Sockelbetrag und darauf drei  Prozent. Eine tarifliche Eingruppierung, neue Altersübergangsmodelle und die Übernahme aller Auszubildenden sind weitere Ziele, die sehr hohe Priorität besitzen. Der VBE ist unter dem Dach der dbb Tarifunion in der Verhandlungskommission.

Jens Weichelt, stellvertretender VBE-Bundesvorsitzender für Tarifpolitik und in der Verhandlungskommission, betont: „Die Forderung nach linearer Einkommenserhöhung ist gerechtfertigt und notwendig, um eine gleichwertige Bezahlung im gesamten öffentlichen Dienst der Bundesrepublik Deutschland (d.h. Bund, Länder und Kommunen) zu gewährleisten. Außerdem verzeichnen die Bundesländer wieder höhere Steuereinnahmen, während ihre Beschäftigten durch Preiserhöhungen und steigende Sozialabgaben zusätzlich belastet sind.“