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Berlin, Lehrerbildung/-mangel

Lehrermobilität endlich durchsetzen

„Von beruflicher Mobilität im Lehrerberuf kann in Deutschland nach wie vor nicht im Entferntesten die Rede sein. Es scheint jetzt so, als ob die Kultusminister endlich ausgeschlafen haben“, äußert sich VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann zur Erklärung von KMK-Präsident Ties Rabe. „Die Länder müssen ohne Wenn und Aber die Lehramtsabschlüsse gegenseitig anerkennen“, fordert Beckmann. „Die Länder haben den Umbau der Lehrerbildung in Bachelor- und Masterstudiengänge gewollt. Bis heute haben sie es nicht geschafft, dass alle Lehrämter mit einem vollwertigen Master abschließen. Dies erleichtert nicht, sondern erschwert die Mobilität zwischen den Ländern.“ Für den VBE sei unabdingbar, jedem Lehramtsstudierenden eine Perspektive im gewünschten Beruf zu ermöglichen. Dies könne auch in einem anderen Bundesland sein. 

Beckmann weiter: „Die Situation für Lehrer in Deutschland ist geradezu grotesk. Ein Wechsel zwischen Bundesländern gestaltet sich inzwischen oft schwieriger als der Wechsel eines Lehrers aus der EU nach Deutschland. Die Kultusminister untergraben weiterhin ihre eigenen Beschlüsse über die angeblich bundesweit geltenden Standards für die Lehrerausbildung.“ 

Hintergrund: Die KMK hat auf ihrer Sitzung am 18./19.10.2012 erklärt, bis Ende 2014 die gegenseitige Anerkennung der Lehramtsabschlüsse in jeweiliges Landesrecht umzusetzen.­