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Berlin, Inklusion

Auftrag an Politik: Mehr tun für Inklusion

„Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Handicap wird längst mehrheitlich von Lehrern und Eltern gewollt, das belegt auch die heute veröffentlichte Studie“, betonte VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann. „Umso mehr steht aber die Politik in der Pflicht, die notwendigen Gelingensbedingungen an den Schulen zu sichern. Dass Eltern zu einem hohen Prozentsatz die Lehrer an inklusiven Schulen sehr wertschätzen, macht deutlich, wie fehlende Rahmenbedingungen durch großes Engagement der Kollegien ausgeglichen werden.“ Das könne und dürfe aber nicht die Lösung sein. 

Beckmann betont unter Hinweis auf die forsa Repräsentativbefragung im Auftrag des VBE vom Mai 2015: „57 Prozent der Lehrer bundesweit befürworten die Inklusion, vorausgesetzt die personellen und finanziellen Ressourcen sind gegeben. 90 Prozent der Lehrer halten eine ständige Doppelbesetzung aus Lehrer und Sonderpädagoge in inklusiven Gruppen für notwendig. Eltern und Lehrer kommen in Bezug auf eine gelingende Inklusion zu der gleichen Einschätzung: Die Schulwirklichkeit ist bestimmt durch einen Mangel an Sonderpädagogen in den Regelschulen, durch zu große inklusive Lerngruppen, durch einen Mangel an passenden Klassenräumen, fehlende Barrierefreiheit und unzureichende Fortbildungsangebote. Damit stehen nach Ansicht des VBE die Bedingungen für die Umsetzung der schulischen Inklusion klar im Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention.“